Christoph Heuermann bezeichnet sich selbst als Perpetual Traveler. Auf seinem Blog “Staatenlos” hat er es sich zur Aufgabe gemacht für seine Kunden die besten Möglichkeiten zur Steueroptimierung zu suchen. Seine Kundschaft umfasst ein weites Spektrum – von Auswanderern bis hin zu Unternehmern, die das Ziel haben ganz legal Steuern zu sparen.

Er ist neben seinem Geschäftszweig als Berater und Autor rund um seinen Blog auch anderweitig unternehmerisch tätig. So betreibt er unter anderem eine Walnussplantage in Georgien, hat mehr als 80 Wohnungen in verschiedenen Großstädten und treibt innovative Projekte, wie die Gründung unabhängiger Städte in Honduras, voran.

Doch hinter seinen Projekten steht nicht (nur) der Wunsch mehr Geld zu verdienen, sondern auch eine persönliche Lebensphilosophie mit einem Maximum an Freiheit, die ihm erlaubt seine Ziele zu verfolgen. Darunter zählt beispielsweise die Rente mit 30 und alle Länder der Welt zu bereisen.

In diesem Blogbeitrag wirst du neben den spannenden Einblicken in Christophs eigene Projekte auch einige wichtige Reglungen, Stolpersteine und Chancen zur Steueroptimierung kennen lernen, um dich auf der einen Seite vor den häufigsten Fehlern zu schützen und dir auf der anderen Seite einige (unbekannte) Möglichkeiten aufzuzeigen, um deine Steuer zu optimieren.

Vorab sei gesagt, dass dieser kurze Blogeintrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Wenn du mehr Beratung zu einem gewissen Steuerthema erfahren willst, ist es ratsam dir die ausführlichen Ressourcen auf Christophs Blog anzusehen.

Christoph Heuermanns unternehmerischen Projekte

Als Experte im Bereich Steueroptimierung ist Christoph Heuermann bereits einem großen Publikum bekannt. Was dagegen weniger bekannt ist, ist, dass er auch anderweitig unternehmerisch tätig ist- und das sogar mehr als erfolgreich. Christophs Investmentstrategie unterscheidet sich dahingehend von den Anlagestrategien anderer Menschen, dass er bevorzugt in unternehmerische Projekte investiert. In diesem Blogeintrag greifen wir einige seiner innovativen Projekte auf und zeigen, wie Christoph damit Geld verdient.

Eine Walnussplantage als Altersvorsorge?

Walnüsse sind eine beliebte Delikatesse, die sich im Zuge des Fitness- und Gesundheitshypes zusätzlicher Beliebtheit erfreuen. Problematisch ist nur, dass eine bestimmte Art kalifornische Walnüsse aufgrund der hohen Anbaukosten und Landpachtungskosten in Kalifornien selbst, schnell sehr teuer wird.

Wie schafft man es nun die Konkurrenz preislich auszustechen? Das war die Frage, die sich Christoph und seine Mitgründer gestellt haben. Die Antwort lautet: Die kalifornischen Walnüsse müssen nicht zwingend in Kalifornien angebaut werden, sondern nur in einem Gebiet, in dem sie dieselben klimatischen Bedingungen haben, um optimal zu wachsen.

Die Wahl fiel auf Georgien. Neben dem offensichtlichen Vorteil, dass der Preis für Land in Georgien mind. fünf Mal günstiger ist als beispielsweise in San Francisco hat Georgien im Vergleich zu anderen Ländern lächerlich geringe Steuersätze, die Christoph mit seinem Know-How im Bereich Steueroptimierung perfekt zu nutzen weiß. So hat Christoph mit seinem Kapitalinvestment in 65 Hektar Land für georgische Walnussplantagen einen profitablen Geschäftsbereich erschlossen, den die wenigsten Menschen auf dem Schirm haben.

Der Plan ist es die Walnüsse, nachdem die Bäume die ersten Früchte abgeworfen haben, zunächst unverarbeitet auf dem georgischen Markt anzubieten. Später sollen die Walnüsse dann in der eigens geführten Fabrik veredelt und in verschiedenen Formen (z.B. Walnussschnaps) weltweit verbreitet werden. Gerade im arabischen Raum haben sie einen großen Absatzmarkt und potentiell kaufkräftige Kunden, die eine profitable Zukunft in Aussicht stellen.

Dieses Vorhaben kann ihm seine Rente finanzieren. Doch wer Christoph kennt, der weiß, dass er schneller lebt als die meisten Menschen. Das Besondere ist nämlich, dass die besagte Rente bereits im Alter von 30 Jahren angetreten werden kann.

Kurzzeitvermietung im großen Stil (weltweit) – Arbitrage Modell

Was bedeutet Arbitrage eigentlich? Arbitrage bezeichnet die ohne Risiko vorgenommene Ausnutzung von Kurs-, oder Preisunterschieden zum selben Zeitpunkt an verschiedenen Orten zum Zwecke der Gewinnzunahme. Wenn du ein regelmäßiger Besucher unserer Webseite und unseres YT-Kanals bist, bist du garantiert schon einmal über das Stichwort AirBnB-Arbitrage gestolpert.

AirBnB Arbitrage fokussiert sich ganz speziell auf den Wohnungsmarkt. Im Rahmen dieses Geschäftsmodells mietet man eine Wohnung langfristig zum Beispiel zu einem Mietpreis von 500 Euro pro Monat an und versucht sie teurer zu vermieten. Während es in der Branche üblich ist langfristige Mietverträge auszuhandeln, konzentriert sich AirBnB-Arbitrage auf die Kurzzeitvermietung.

Doch AirBnB ist nicht die einzige Plattform auf der Kurzzeitvermietung profitabel sein kann. Ebenso wie Angelina Manshon, die ebenfalls bereits in unserem Podcast zu Gast war, setzen Christopher und seine Mitgründer nicht auf AirBnB, sondern greifen auf Booking.com und weitere einheimische Anbieter zurück.

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Das Arbitrage-Modell ist jedoch nicht nur eine Möglichkeit sich ein nettes Nebeneinkommen zu verdienen, sondern ist auch skalierbar. So hat Christoph beispielsweise mehr als 80 Wohnungen in verschiedenen Großstädten (Wien, Leipzig, Panama City, Budapest, Istanbul). Dadurch dass er mehrere Wohnungen an denselben Standorten hat, entwickeln sich erstaunliche Skaleneffekte.

80 Wohnungen in 5 Städten klingen nach einer Menge Arbeit. Wie bewältigt Christoph das? Die Antwort lautet: Automatisierung. Für die Reinigung greift er auf lokale, zuverlässige Reinigungsfirmen zurück, die die Wohnung nach Schlüsselübergabe wieder auf Vordermann bringen.

Damit diese Grundausstattung attraktiv für Gäste ist, haben Christoph und seine Mitgründer eine enge Kooperation mit einer Innenarchitektin. Der Checkin wird über elektronische Türschlösser und Pincodes automatisiert.

049 Passives Einkommen durch AirBnB Arbitrage – Bastian Barami im Interview!

Durch eine eigene Software, die für eigene Kreditkartenabwicklung sorgt, erhalten sie schneller das Geld, während bei AirBnB die Auszahlung erst erfolgt, wenn der Kunde bereits da war. Wenn die Buchungen teilweise lange im Voraus erfolgen, kann das früher erhaltene Geld beim Wachstumsprozess sehr nützlich sein. Für Backofficeaufgaben, Kundenanfragen und die Recherche für neue profitable Investitionsmöglichkeiten in anderen Städten sorgen 15 Angestellte.

Stadtprojekt in Honduras

Honduras freie Privatstädte

Ein weiteres Projekt, das im Rahmen des Podcasts angesprochen wird, ist das Projekt einer freien Privatstadt in Honduras, die als Sonderzone mit freiwilligem Gesellschaftsvertrag gilt. In dieses Projekt hat Christoph zwar selbst investiert, aber dabei steht nicht die Rendite im Vordergrund.

Es handelt sich vielmehr um ein idealistisches Projekt, das unter anderem als ein steuerfreier Rückzugsort für Perpetual Traveler dienen soll. Da das Projekt noch nicht ganz öffentlich ist, kann Christoph zwar nicht aus dem Nähkästchen plaudern, aber erweist jedoch auf weitere Ressourcen für Interessierte:

Christoph Heuermann über Steueroptimierung

Diejenigen von euch, die Christoph bereits aus unserem ersten Interview kennen und sich Tipps und Tricks zur Steueroptimierung erhofft haben, kommen auch in diesem Interview nicht zu kurz.

Steueroptimierung Finanzamt

Wenn man sich mit Steueroptimierung auseinandersetzt, ist die erste zentrale Frage, die man sich stellen muss, ob der Firmen- und Wohnsitz in Deutschland blieben soll oder Auswandern generell in Frage kommt. Diese Frage ist bedeutsam, weil in Deutschland viele, strenge Regelung in Bezug auf Auslandsunternehmen existieren.

Beispielsweise darf eine Firma im Ausland nicht aus Deutschland “ferngesteuert werden”, ansonsten droht der Vorwurf des sog. Gestaltungsmissbrauchs – eines der Worte, die man nicht von einem Finanzbeamten hören möchte.

Wenn dies nicht gegeben ist, kann das deutsche Finanzamt wegen des Verdachts auf eine Briefkastenfirma das Unternehmen wie eine deutsche GmbH versteuern, was in den meisten Fällen genau das Gegenteil einer Steueroptimierung ist.

Generell sei gesagt: Es ist immer möglich auszuwandern. Wenn schon eine GmbH in DE gegründet wurde, kann es sich als schwieriger rausstellen dabei steuersparend vorzugehen.

Tipps zur Steueroptimierung

Diese Blogbeitrag kann und will keine Steuerberatung ersetzen. Weitere, tiefer gehenden Informationen zu den im Folgenden angesprochenen Themen, solltest du unbedingt mit einem Experten absprechen. Zusätzlich kann ich Christophs Blog “Staatenlos” guten Gewissens weiterempfehlen.

(Ausgewählte) Optionen im Ausland zur Steueroptimierung

Eine Option um Steuern zu sparen, ist es in Deutschland grenznah zu leben. Ab 2021 beträgt die Körperschaftssteuer in den Niederlanden z.B. nur noch 15 %, in der Schweiz 11% und in Polen sogar nur 9 %. Wenn man sich dort vor Ort ein kleines Büro mietet und vor Ort einen Mitarbeiter einstellt oder hin und wieder aufgrund der Grenznähe dorthin pendeln kann, ist es möglich ganz legal Steuern zu sparen, indem man die dortige Körperschaftsteuer zahlt. Ein zusätzlicher positiver Faktor ist die vereinfachte Bürokratie und der bessere Service von Finanzamt.

Beispielhaft sei auch die Option erwähnt in Georgien zu gründen. Dort fallen für Einzelunternehmen bis zu 160.000 Euro Umsatz nur 1% Steuer auf diesen Umsatz an.

(Ausgewählte) Optionen im Inland zur Steueroptimierung

Holdingstrukturen als Option

Auch beim Beispiel der Holdingstrukturen als Option zur Steueroptimierung gibt es keine allgemein gültige Regel, sodass mehrere Optionen evaluiert werden müssen. Ein Modell, das eine einfache aber gleichermaßen effektive Holdingstruktur aufzeigt, haben wir in diesem Video bereits im Detail besprochen.

Auch Christoph Heuermann bestätigt, dass eine Holdingstruktur aus zwei Gmbhs, die in der EU liegen in Deutschland am leichtesten zu handhaben sind. Auch hier weist Christoph Heuermann darauf hin, dass trotzdem ein örtlicher Geschäftsführer mit Sitz in Deutschland vorhanden sein sollte, weil es sonst zu Problemen bei der Anerkennung der GmbH kommen könnte.

Auch wenn dies nur eine grobe Faustregel ist, hält Christoph Heuermann die Lösung mit 2 GmbHs in der EU für seine kleinere Kunden (unter 100.000€ Gewinn im Jahr) für eine gute Option. Wenn du dich näher damit befassen möchtest findest du im Buch “Steuern steuern” sehr praktische und direkt umsetzbare Tipps eines deutschen Steuerberaters.

Des Weiteren hebt Christoph Vorteile unbekannterer Unternehmensformen hervor:

  • Genossenschaften
  • Familienstiftungen
  • Familiengenossenschaft
  • EWIF
  • Zypernorganschaft

Nur weil sich eine dieser aufgezählten Optionen auf den ersten Blick gut anhört, ist blinder Aktionismus an dieser Stelle fehl am Platz. Bitte informiere dich weiterführend bei Christoph oder anderen Experten. Nimm diesen Beitrag vielmehr als Inspiration, um zu prüfen, ob es bei deinem eigenen Unternehmen Möglichkeiten oder Bedarf zur Steueroptimierung gibt.

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