Das wichtigste Gut jedes Menschen ist seine Gesundheit. Diese ausreichend zu schützen ist enorm wichtig – vor allem wenn man viel Verantwortung trägt, wie das bei einem Unternehmer der Fall ist. In vielen Ländern und so natürlich auch in Deutschland ist die Krankenversicherung aus diesem Grund verpflichtend.

Entscheidungsfreiheit besteht nur dahingehend welche Art der Krankenversicherung man wählt zur Wahl stehen dabei die gesetzliche und die private Krankenversicherung.

Der größte Unterschied zwischen den beiden ist, dass die gesetzlich Krankenversicherung und der Beitrag der zu zahlen ist mit dem Einkommen steigt und fällt.Der Beitrag stellt nämlich immer einen Prozentsatz vom Einkommen dar. Bei einer privaten Krankenversicherung hängt der Beitrag immer nur von den eigenen Bedürfnissen und Eigenschaften wie dem Alter oder der Fitness ab.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die GKV ist so strukturiert, dass der Beitrag 14,6%(2017) des Einkommens entspricht.
Bei einem normalen Arbeitnehmer wird dieser Prozentsatz zu 50% vom Arbeitnehmer und zu 50% vom Arbeitgeber gezahlt.

Bei einem Selbstständigen ist das zwar nicht anders, doch da der Arbeitnehmer gleichzeitig der Arbeitgeber ist muss der Selbstständige 100% der 14,6 Prozent zahlen.

Dies ist ein entscheidender Nachteil gegenüber Arbeitnehmern und macht die gesetzliche Krankenversicherung für Selbständige per se unattraktiver. Außerdem müssen die Arbeitgeber bei vielen Krankenversicherungen noch einen zusätzlichen Beitrag zu den 14,6 Prozent zahlen. Da du als Selbstständiger dein eigener Arbeitgeber bist, wird der tatsächliche Betrag den du zahlen musst die 14,6 Prozent deines Einkommens wahrscheinlich übersteigen.

Dazu kommt, dass der Beitrag nicht wie das Einkommen auf Null fallen kann. Wer also weniger als 991,67 Euro pro Monat verdient muss dennoch einen Mindestbeitrag von 144,78 Euro bezahlen.

Beitragsermittlung

Das Einkommen eines Selbstständigen/Unternehmers ist im Vorfeld nie genau bestimmbar und kann unter Umständen erheblich schwanken.
Aus diesem Grund zieht die Krankenkasse grundsätzlich das Mindesteinkommen von 2231,25 Euro (2017) für die Beitragsberechnung heran, was einem Beitrag von 325,76 Euro entspricht.

Mindestbeitrag

Verdient man weniger als diesen Betrag muss man den gleichen Beitrag zahlen. Glücklicherweise gibt es allerdings die Möglichkeit einen Antrag zu stellen durch welchen man nur zwei Drittel des Beitrages zahlen muss. Der Mindestbeitrag beträgt also ca. 217 Euro.

Wenn du als Selbstständiger – wie das ja hoffentlich der Fall ist – mehr verdienst als das Mindesteinkommen berechnet die Krankenkasse deinen Betrag aufgrund eines geschätzten monatlichen Einkommens.

Basierend auf diesen Schätzungen wird dann dein Beitrag berechnet. Am Ende des Jahres wird der Steuerbescheid überprüft und die Schätzungen werden angepasst.

Wenn dein tatsächliches Einkommen über oder unter den Schätzungen liegt musst du die Differenz übrigens nachzahlen bzw. bekommst etwas von der Krankenkasse zurück. Viele Selbtständige geraten aufgrund dieser Nachzahlungen in große finanzielle Schwierigkeiten. Lege dir also, vor allem wenn du weißt, dass du mehr verdienst als anfangs geschätzt wurde, etwas Geld für die Nachzahlungen zurück.

Höchstbeitrag

Genau wie es einen Mindestbeitrag gibt, gibt es bei der GKV auch einen Höchstbeitrag. Dieser liegt bei einem Einkommen von 4350 Euro(2017) bzw. einem Beitrag von 635 Euro – die Krankenversicherung zeichnet sich also vor allem bei etwas höherem Einkommen nicht gerade für die geringen Kosten aus.

Nebenberufliche Selbstständigkeit

[eckosc_quote quote=“Die Krankenversicherung interessiert sich übrigens vor allem für deine hauptberufliche Tätigkeit. Bist du also nebenberuflich Selbstständig brauchst du dir um diese Themen noch keine Gedanken machen.Allerdings musst du deine Tätigkeit bei der Krankenversicherung melden, da diese dein Einkommen aus den selbstständigen Tätigkeiten zur Betragsberechnung heranzieht.“ source=““ url=““ pull=“false“]

 

Familienvorteil

Wie gesagt basiert die private Krankenversicherung im Gegensatz zur Gesetzlichen nicht auf deinem Einkommen sondern auf deinen Bedürfnissen und deinen Eigenschaften. Die gesetzliche Krankenversicherung handhabt das ganze etwas solidarischer was vor allem für etwas ältere Unternehmer und Selbstständige von Vorteil sein kann. Der größte Vorteil der gesetzlichen Krankenversicherung ist allerdings, dass Kinder und teilweise auch Ehepartner kostenlos mitversichert sind.

[eckosc_quote quote=“Sollte dies für dich relevant sein, sind oft die für Einzelpersonen besseren Konditionen der privaten Krankenversicherung nichtig – da man bei dieser alle Familienmitglieder separat versichern muss.

Natürlich hängt das aber auch wieder vom Einkommen ab und für die erfolgreichen Start-Up-Gründer unter euch ist oft die private Krankenversicherung dennoch die bessere Alternative.“ source=““ url=““ pull=“false“]

Private Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung hat den großen Vorteil, dass man die Beiträge an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann. Wenn ich also mein Unternehmen starte kann ich auch einen etwas günstigeren Tarif nehmen der weniger als hundert Euro kostet.

Wenn ich mehr verdiene kann ich das Ganze wieder upgraden – muss aber nicht falls mir der günstige Tarif ausreicht. Aber nicht nur von der quantitativen Kostenseite sondern auch aus Sicht der Qualität hat die private Krankenversicherung einige entscheidende Vorteile.

Vorteile der PKV

Kurze Wartezeiten bei der Terminvergabe

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung sind die Wartezeiten bei der privaten Krankenversicherung deutlich kürzer.

Nutzung Privatärztlicher Sprechstunden

Bei der PKV sind Sprechstunden bei Privatärzten voll im Versicherungspaket enthalten.

Privatärztliche Behandlung

Privatärztliche Behandlungen werden in der Regel ohne Sonderkosten von der Krankenversicherung übernommen.

Anspruch auf Ein- und Zweitbettzimmer

Die Qualitätsunterschiede bei Versicherungen merkt man vor allem dann, wenn man im Krankenhaus in einem Einbettzimmer anstatt eines Mehrbettzimmers liegt.

Bis zu 80% bei Zahnersatz

Bei Zahnersatz übernimmt die private Krankenversicherung oft bis zu 80%.

Heilpraktiker und alternative Heilmethoden

Während die gesetzliche Krankenversicherung nur für die chemischen und geprüften Medikamente aufkommt, kommt die private Krankenversicherung auch für alternative Heilmethoden und Heilpraktiker auf.

Augen-Rundum-Sorglospaket

Vor allem wenn man als Start-UP Gründer viel vor dem PC sitzt kann das seine Auswirkungen auf die Augen haben. Für derartige Schäden kommt die PKV im Vergleich zur GKV in vielen Fällen auf und übernimmt die gesamten Kosten.

Auslandsschutz bis zu sechs Monaten

Solltest du mal eine längere Geschäftsreise ins Ausland unternehmen ist es schlimm genug wenn die Reise aufgrund einer Krankheit unterbrochen wird. Erleichternd ist es dann oft zu wissen, dass man mit der PKV im Gegensatz zur GKV oft einen sechsmonatigen Auslandsschutz hat.

[eckosc_quote quote=“Die Entscheidung aus dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem auszusteigen ist übrigens unwiderruflich. Solange du also nicht zurück in ein Angestelltenverhältnis gehst, hast du keine Möglichkeit mehr in die gesetzliche Krankenversicherung zurückzukehren.“ source=““ url=““ pull=“false“]

Fallstudie

Nehmen wir einmal an du bist ein 26 jähriger Unternehmer und stehst gerade vor der Entscheidung ob du eine private Krankenversicherung auswählen oder doch lieber im gesetzlichen System bleiben solltest. Dein Start-UP läuft sehr gut und du zahlst dir ein Geschäftsführergehalt von 3000 Euro aus. Aktuell zahlst du für die gesetzliche Krankenversicherung also einen monatlichen Beitrag von 438 Euro.

Nehmen wir einmal an du bist ein 26 jähriger Unternehmer und stehst gerade vor der Entscheidung ob du eine private Krankenversicherung auswählen oder doch lieber im gesetzlichen System bleiben solltest. Dein Start-UP läuft sehr gut und du zahlst dir ein Geschäftsführergehalt von 3000 Euro aus. Aktuell zahlst du für die gesetzliche Krankenversicherung also einen monatlichen Beitrag von 438 Euro.

Glücklicherweise bieten viele Versicherungen Familientarife an, dadurch musst du zwar für dein Kind einen eigenen Vertrag abschließen, allerdings ist dieser viel günstiger als dein eigener und der zusätzliche Beitrag für dein Kind beträgt 100 Euro. Die PKV stellt für dich also ganz klar die günstigere Alternative dar.

Fazit

Sobald man also gut verdient ist die private Krankenversicherung oft die mit Abstand bessere Alternative vor allem da man bedenken muss, dass nicht nur der Preis günstiger ist sondern auch die Leistungen besser.

Vor allem solltest du, wenn du jung bist auch in Betracht ziehen, dass du wahrscheinlich noch mehr verdienen wirst als aktuell, wenn du älter bist. Wenn dein Einkommen bspw. von 3000 auf 4000 Euro ansteigt, so würde dein Beitrag bei der GKV schon auf fast 600 Euro steigen – dem Doppelten einer guten PKV.

Du willst wissen ob sich die private Krankenversicherung für dich lohnt? Dann schau am besten gleich Hier vorbei.