Facebook ist eins der mächtigsten Marketingkanäle unserer Zeit- wenn nicht sogar der wichtigste. Deshalb haben wir mit DEM Facebook-Experten Simon Mader darüber gesprochen, was sein Unternehmen anders macht, um so viel erfolgreicher zu sein als der Großteil der Konkurrenz. Außerdem erfährst du in diesem Podcastinterview, was eine gute, konvertierende Facebookanzeige ausmacht.

Simon Mader ist Social Media Experte und CEO der Performance Marketing Agentur Adbaker GmbH. Sein Spezialgebiet ist Facebook Performance Marketing. Er und seine Agentur hilft Menschen dabei, Facebook Werbung effektiver einzusetzen, um mehr Umsatz und einen höheren Gewinn zu erzielen.

Sein Unternehmen ist unter den am schnellsten wachsenden Facebookmarketingagenturen im deutschsprachigen Raum. 2018 hatten sie sogar die Spitzenreiterposition inne.

Als Einzelkämpfer eine Online Marketing Agentur gründen?

Online Marketing Agentur

Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden als Einzelkämpfer eine Online Marketing Agentur zu gründen. Doch es gibt im Prozess einiges zu beachten. Zwei große Schwierigkeiten sind im Blogbeitrag aufgeführt. Weitere potenzielle Probleme sind im Verlauf des Podcastinterviews ausführlich diskutiert worden.

Während vor einigen Jahren noch eine Fülle an 360 Grad-Agenturen gegründet wurden, rät Simon heutzutage davon ab, da die Anforderungen komplexer und die Algorithmen ausgefuchster geworden sind. Ohne ein großes, kompetentes Team werden die mittlerweile sehr spezialisierten Aufgaben und neusten Änderungen kaum umzusetzen sein.

So wie Simon und seine Kollegen sich auf Facebook und Instagram Performance Marketing spezialisiert haben, solltest du, falls du den Wunsch hegst eine Online Marketing Agentur zu gründen, ebenfalls über eine spitze Positionierung und Spezialisierung nachdenken.

Ein großes aber weniger offensichtliches Problem, dem viele Einzelkämpfer, die mit dem Gedanken spielen eine Online Marketing Agentur zu gründen, gegenüberstehen, ist die Balance zwischen Design und Performance. Viele kreative Köpfe, die wunderschöne Artworks und Ad Creatives herstellen können, haben Defizite in ihrem Wissen über Conversion und Performance. Anderseits stößt auch der beste Ad-Optimierer an seine Grenzen, wenn die Graphiken nicht das Interesse der Kunden wecken.

Das bringt uns zur Frage: Wie sieht eine gute Facebookanzeige aus und was muss elementarer Bestandteil dieser sein?

Die Anatomie einer guten Facebookanzeige

Marketing ist die hohe Kunst sich in den Kunden hineinzuversetzen.

Essentiell für eine gelingende Facebookanzeige ist es die Zielgruppe haargenau zu bestimmen, da die Kampagne ohne Kenntnisse der Zielgruppe mit großer Sicherheit nicht nur erfolglos sein wird, sondern auch eine Menge Geld verbrennen wird.

Das Ganze gilt nicht nur für geschaltete Ads, sondern auch für organische, nicht bezahlte Beiträge. Ohne Kenntnisse ist die Chance groß, dass man falsche Bilder und falsches Wording benutzt und damit seinen Kunden verfehlt.

Ein Modell um deine Zielgruppe näher kennen zulernen, ist der sogenannte Kundenavatar. Ein Kundenavatar ist ein Repräsentant der Zielgruppe. Dieser Avatar ist der absolute Wunschkunde deines Unternehmens.

Optimalerweise hat dein Kundenavatar immer ein Problem oder eine Schwierigkeit, die du mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung für ihn lösen kannst. Bei der Bestimmung eines Kundenavatars reicht es nicht die Demographie zu begrenzen, sondern der Avatar soll einer realen Person gleichen.

Es sollte neben dem Alter, dem Geschlecht, dem Wohnort, dem Aussehen etc. auch bestimmt werden, in welchen Foren dieser Avatar unterwegs ist und welche anderen Hobbies und Interessen er/sie hat, um diesem abstrakten Begriff der Zielgruppe Leben einzuhauchen.

Die Kenntnis des Kundenavatars ist jedoch nicht genug, um eine profitable Facebookanzeige zu schalten. Facebooks Macht liegt unter anderem in der unglaublichen Menge an Daten. So kann man unter anderem nach folgenden Kategorien targetieren:

  • Alter & Geschlecht
  • Nutzerverhalten
  • Einkommen
  • Bildungsstand
  • Familienstatus
  • Hobbies und Interessen

Retargeting durch eine Facebookanzeige mithilfe des Facebookpixels

Doch häufig müssen potentielle Interessenten nicht bei Null abgeholt werden, sondern können per Retargeting als Besucher deiner Webseite auch auf Facebook kontaktiert werden.

Dafür gibt es das so genannte Facebookpixel. Das Facebook-Pixel ist ein Analysetool, mit dem du die Effektivität deiner Werbung messen kannst. Damit lassen sich die Handlungen analysieren, die Personen auf deiner Website ausführen.

4 Dinge, die beim Retargeting besonders gut funktionieren:

1) Reminder

Eine Erinnerung nach dem Motto: „Hast du nicht etwas im Warenkorb vergessen…“ reicht oft aus, damit der Kunde tatsächlich kauft.

2) Neuen Anreiz schaffen

Um den zögernden Kunden zum Kauf anzuregen, kann es helfen Anreize zum Kauf zu schaffen. Hier eignet sich beispielsweise ein Gutscheincode.

3) 3 Gründe

Manchmal reicht es auch dem Kunden erneut schmackhaft zu machen, warum es sinnvoll ist jetzt zu kaufen. Drei gute Gründe reichen oft aus.

4) Testimonials und Social Proof

Testimonials funktionieren besonders gut, weil sie dem Kunden suggerieren, dass es sich um ein vertrauenswürdiges Unternehmen handelt und echte Kunden sehr zufrieden mit den Produkten sind.

Gelungene Verkaufstexte

Bei Verkaufstexten handelt es sich um Texte, die die Verbraucher davon überzeugen sollen, ein Produkt oder eine Dienstleistung zu kaufen. Drei Punkte hebt Simon besonders hervor:

1) 2-3 USPs
Gelungene Verkaufstexte sollten laut Simon 2-3 Alleinstellungsmerkmale (USPs – unique selling proposition) des Produkts hervorheben.

2) Powerwörter
Würze deinen Werbetext (und erst recht die Überschriften) mit Power-Wörtern. Ein gutes Buch, das einige wichtige Power-Wörter offenlegt, ist Magic Words von Ted Nicholas.

3) Schmerzen nehmen & Probleme lösen
Die besten Verkaufstexte konzentrieren sich darauf, wie der Endverbraucher von dem, was du verkaufst, profitieren kann oder wie das Produkt sein Problem löst.

Fazit

Die ausgeführten Tipps und Tricks machen nur einen Teil des Erfolgs mit Facebookanzeigen aus. Dennoch bieten sie ein gutes Fundament, auf dem weitere Optimierung erfolgen kann. Wenn du mehr erfahren möchtest, höre dir die zum Beitrag gehörige Podcastepisode an und hör auch in unser erstes Interview mit Simon Mader rein, in dem er die größten Fehler aufzeigt, die oft bei Facebookanzeigen gemacht werden.

There are currently no comments.