Herzlich willkommen zu unserem umfassenden Ratgeber zum Thema „Firmendepot eröffnen“! Du hast bereits den ersten Schritt getan, um die Möglichkeiten und Chancen zu entdecken, die sich durch ein Aktiendepot für dein Unternehmen eröffnen. Ein Firmendepot kann ein wichtiger Baustein für den langfristigen Erfolg deines Unternehmens sein und bietet vielfältige Vorteile.

In diesem Ratgeber erhältst Du alle notwendigen Informationen, um ein Firmendepot zu eröffnen, und lernst die verschiedenen Aspekte kennen, die dabei eine Rolle spielen. Wir gehen auf die Vorteile und Nachteile ein und zeigen Dir, für wen ein Firmendepot besonders sinnvoll ist. Neben reiner Geldanlage kann ein Firmendepot dein Geschäftsmodell unterstützen und absichern – z.B. indem du faire Wechselkurse für Fremdwährungen erhältst und dich gegen Währungsschwankungen absichern kannst.

Du erfährst außerdem, wie der Eröffnungsprozess funktioniert und welche Unterschiede es bei der Depoteröffnung von Firmen und Privatpersonen gibt. Zudem geben wir Dir Empfehlungen für verschiedene Broker, die sich für ein Firmendepot eignen.

Nachdem Du diesen Ratgeber gelesen hast, wirst Du in der Lage sein, eine fundierte Entscheidung über die Eröffnung eines Firmendepots zu treffen und die besten Optionen für Dein Unternehmen auszuwählen. Nutze die Chancen und Vorteile, die sich dadurch ergeben, und eröffne neue finanzielle Perspektiven für Dein Business.

Also, worauf wartest Du noch? Lass uns gemeinsam in die Welt der Firmendepots eintauchen und Deinem Unternehmen zu noch mehr Erfolg verhelfen!

Inhaltsverzeichnis

1.1. Was ist ein Firmendepot?
1.2. Warum ist ein Firmendepot wichtig?
2. Vorteile und Nachteile eines Firmendepots
3. Kosten eines Firmendepots
4. Unterschiede zwischen Firmendepot und Privatdepot
5. Firmendepot eröffnen – Der Eröffnungsprozess
6. Fazit
7. FAQ

1.1. Was ist ein Firmendepot?

Ein Firmendepot ist ein Wertpapierdepot für Unternehmen, das es ihnen ermöglicht, Wertpapiere zu kaufen, zu verkaufen, aufzubewahren und zu verwalten. Ähnlich wie bei einem regulären Wertpapierdepot sind Firmendepots in der Regel mit einem Referenzkonto verbunden, auf das Geld eingezahlt werden kann, um in den Wertpapierhandel einzusteigen.

Mit einem Firmendepot kannst Du Anlageprodukte wie diese handeln:

  • Aktien
  • Anleihen
  • Kryptowährungen (nicht bei allen Brokern)
  • Fonds (aktive Investmentfonds oder passive Indexfonds)
  • Derivate (z.B. Zertifikate oder Optionen)

Wo gibt es Firmendepots?

Unternehmensdepots können im Grunde bei Filialbanken, Direktbanken oder sogenannten Neo-Brokern eröffnet werden, ganz ähnlich wie bei Privatdepots. Der Leistungsumfang und vor allem die Kosten variieren dabei stark. Filialbanken sind in der Regel große Banken, die ihre Kundschaft in physischen Filialen betreuen. Oftmals bieten sie Firmendepots an, auch wenn dies nicht ausdrücklich beworben wird. Allerdings tendieren diese Filialbanken dazu, ziemlich kostenintensiv zu sein und gelegentlich eigene Finanzprodukte ihren Kunden anzubieten.

Direktbanken sind die schlankere Onlineversion von Filialbanken. Sie sind meist deutlich günstiger, bieten aber in der Regel ein kleineres Angebot, da das persönliche Gespräch in der Filiale entfällt. Andererseits haben Neo-Broker in jüngster Zeit den Markt für Depotanbieter verändert, indem sie sich ausschließlich auf ein schlankes Online-Angebot von Wertpapierdepots fokussieren. Für Privatanleger sind sie häufig sehr preiswert (manchmal sogar kostenfrei), allerdings gibt es nur wenige Neo-Broker, die Firmendepots im Angebot haben. In unserem Firmendepot Vergleich ist CapTrader der einzige Neobroker, der auch ein Depot für Unternehmen anbietet.

Warum bieten nur so wenige Broker Firmendepots an?

Sobald Du Dich mit dem Thema Firmendepots auseinandersetzt, wirst Du bemerken, dass die verfügbaren Informationen eher spärlich sind, zahlreiche überholte Daten im Netz zu finden sind und nur wenige Depotanbieter offen über Unternehmensdepots kommunizieren.

Dies ist wahrscheinlich hauptsächlich auf den Anstieg an Vorschriften zurückzuführen, die seit der zweiten europäischen Finanzmarktrichtlinie (MiFiD II) Anfang 2018 für Firmendepot-Anbieter in Kraft getreten sind. Seitdem ist nicht nur der Eröffnungsprozess für die Banken deutlich aufwendiger: Auch müssen beispielsweise jedes Jahr alle Verfügungsberechtigten eines Unternehmensdepots neu überprüft werden. Dadurch lassen sich schlichtweg nicht die gleichen Konditionen wie für den Retail-Depotmarkt anbieten (und die Zielgruppe ist auch deutlich kleiner).

1.2. Warum ist ein Firmendepot wichtig?

Ein Firmendepot bietet vor allem kleineren Unternehmen mit verfügbaren Geldreserven eine gute Chance, sicherzustellen, dass ihr Kapital aufgrund der Niedrigzinslage nicht an Wert verliert. Überschüssiges Kapital kann mit einem Firmendepot genutzt werden um Aktien mit der eigenen Firma zu kaufen, in Anleihen investiert werden oder mit nur einem Klick in eine Fremdwährung umgetauscht werden.

Mehr Sicherheit für dein Unternehmen

Was viele Unternehmer nicht wissen: Das Geld auf einem Geschäftskonto ist durch den europäischen Einlagensicherungsfonds nur bis zu 100.000€ (je Bank) bei Zahlungsschwierigkeiten des Geldinstituts geschützt. Alles darüber hinaus kann im schlimmsten Fall verloren sein, da es sich bei deinem Bankguthaben um Schulden der Bank bei deinem Unternehmen handelt. Wertpapierdepots bieten eine Möglichkeit dieser Beschränkung zu entkommen, da es sich um so genanntes „Sondervermögen“ handelt. Deine Wertpapiere werden separat von den Vermögenswerten des Brokers aufbewahrt, und wären in so einem Fall nicht Teil der Konkursmasse der Bank.

Wer investiert sollte sich aber klar machen: Abhängig von der gewählten Anlageklasse sollte der Anlagehorizont entsprechend länger oder kürzer gewählt werden. Bei risikoreicheren Anlageklassen wie Aktien (auch in Form von ETFs) ist ein Anlagehorizont von mindestens 7 Jahren empfehlenswert.

Große Unternehmen verfügen häufig entweder über spezielle Abteilungen, die sich um die firmeninternen Investments kümmern, oder sie beauftragen eine Bank oder einen Vermögensverwalter, der sich dann auch um technische Aspekte wie die Einrichtung von Depots kümmert. Dies ist wahrscheinlich der Hauptgrund für die eher spärlichen Informationen zum Thema Firmendepots im Internet. Zudem ist die Eröffnung eines Firmendepots mit einigen bürokratischen Herausforderungen verbunden, die den Prozess erschweren (dazu später mehr).

2. Vorteile und Nachteile eines Firmendepots

Bevor wir über die Eröffnung sprechen werfen wir gemeinsam noch einen Blick auf die Vorteile und Nachteile eines Depots für Unternehmen.

2.1. Vorteile

  • Gewinnbringende Anlage von überschüssigem Kapital
  • Steuerliche Vorteile: Möglichkeiten zur Optimierung der Steuerlast, z. B. durch Verlustverrechnung oder Absetzbarkeit von Betriebsausgaben, die Privatpersonen nicht zur Verfügung steht (insb. Reisekosten zu Hauptversammlungen, Arbeitsmittel wie Laptop & Smartphone)
  • Bei Kapitalgesellschaften: Nur auf 5% der Kursgewinne werden Gewerbe- und Körperschaftssteuer fällig. Dadurch durchschnittlich nur 1,5% Gesamtsteuerbelastung
  • Bei Vermögensverwaltender GmbH: Durch Wegfall der Gewerbesteuer werden nur 0,75% Gesamtsteuerbelastung fällig
  • Risikodiversifikation durch gezielte Auswahl von Anlageklassen und -produkten
  • Flexibilität bei der Anlagestrategie – Investitionen auch außerhalb des eigenen Unternehmens möglich
  • Teilweise bessere Konditionen und Zusatzleistungen im Vergleich zu Privatdepots
  • Beitrag zur finanziellen Stabilität und langfristigem Erfolg des Unternehmens

2.2. Nachteile

  • Kosten des Firmendepots reduzieren die Rendite
  • Aufwändiger Eröffnungsprozess bindet (einmalig) personelle Ressourcen
  • Risiken der Geldanlage existieren je nach Anlagestrategie
  • Nur wenige Broker bieten Firmendepots an
  • Laufende Kosten für LEI-Nummer von ca. 40-60€ pro Jahr
  • Ggfs. aufwändigere Buchhaltung durch Finanztransaktionen

3. Kosten eines Firmendepots – Welche Gebühren fallen für ein Business Depot an?

Bei der Auswahl eines Firmendepots sind die Kosten ein zentraler Faktor, den Du berücksichtigen solltest. Im Folgenden listen wir die wichtigsten Kostenpunkte auf, die bei der Eröffnung eines Unternehmensdepots anfallen. Diese ähneln in der Struktur den Kosten von Privatdepots, und einige Broker orientieren sich bei ihrem Kostenmodell an den Angeboten für Privatkunden.

  • Depotführungsgebühren: Das sind die regelmäßigen Kosten, die an den Depotbetreiber gezahlt werden müssen und monatlich, quartalsweise oder jährlich anfallen können.
  • Ordergebühren: Pro Transaktion, also Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, können Gebühren entstehen. Diese werden entweder prozentual vom Ordervolumen berechnet oder es gibt eine pauschale Ordergebühr (oder eine Kombination aus beidem). Bei einigen Brokern gibt es auch ein Flat-Modell, bei dem Ordergebühren entfallen, wenn regelmäßig Depotführungsgebühren gezahlt werden. Dieses Preismodell steht Firmen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei keinem Broker zur Verfügung.
  • Handelsplatzgebühren: Abhängig vom Depotanbieter können bei bestimmten Handelsplätzen und Börsen zusätzliche Gebühren pro Transaktion anfallen.
  • Negativzinsen: In der Vergangenheit haben einige Geschäftskontoanbieter aufgrund der Zinslage Negativzinsen für geparktes Geld eingeführt – dies gilt auch für Depotanbieter. Wer sein Geld auf dem Verrechnungskonto liegen lässt, musste oftmals mit Negativzinsen rechnen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist dies nicht mehr der Fall, könnte jedoch in der Zukunft wieder eintreten.

Unter den indirekten Ausgaben eines Firmendepots fällt die Beantragung sowie das Aufrechterhalten einer LEI-Nummer, die für die Einrichtung eines solchen Depots notwendig ist und Kosten von bis zu 100€ jährlich verursachen kann. Mehr zur LEI-Nummer erfährst du im weiteren Verlauf des Artikels.

4. Unterschiede zwischen Firmendepot und Privatdepot

Es gibt einige Unterschiede zwischen einem Firmendepot und einem Privatdepot, die Du bei der Wahl der richtigen Depotart berücksichtigen solltest. Hier sind die wesentlichen Punkte, die die beiden Depotarten unterscheiden:

4.1. Rechtliche Unterschiede:

  • Beim Firmendepot gehört das Vermögen der juristischen Person, also dem Unternehmen, während bei einem Privatdepot das Vermögen dem Inhaber als natürliche Person gehört. Bei Einzelunternehmen und Freiberuflern ist besonders zu berücksichtigen, dass das Aktiendepot dem Betriebsvermögen zu geordnet wird.
  • Im Falle von Insolvenz oder Haftungsansprüchen gegen die Privatperson ist das Firmendepot in der Regel vom Privatvermögen getrennt, wodurch Dein persönliches Vermögen geschützt bleibt. Hältst du die Anteile an einer Kapitalgesellschaft (z.B. UG oder GmbH) allerdings privat könnten die Unternehmensanteile als Haftungsmasse herangezogen werden.

4.2. Steuerliche Unterschiede

Die Besteuerung von Kapitalerträgen ist bei Firmendepots und Privatdepots unterschiedlich geregelt.

Juristische Personen, wie z.B. GmbHs und UGs, unterliegen in der Regel der Körperschaftssteuer, und in einigen Fällen auch der Gewerbesteuer. Der steuerliche Vorteil liegt zum Einen darin, dass Kapitalgesellschaften auf Kursgewinne nur auf 5% der Gewinne die entsprechenden Steuern zahlen (also z.B. 0,75% bzw. 1,5% Steuerbelastung). Zum Anderen bieten Kapitalgesellschaften mehr Möglichkeiten Betriebsausgaben abzusetzen, weshalb zum Beispiel Reisen zu Hauptversammlungen oder Arbeitsmittel wie Computer und Smartphones gewinnmindernd berücksichtigt werden können. Ein dritter Vorteil ist die Möglichkeit zur Verlustverrechnung, die seit einiger Zeit von Privatpersonen nicht mehr ohne Weiteres genutzt werden kann.

Erst bei einer Ausschüttung aus der Kapitalgesellschaft an dich als natürliche Person fällt die Kapitalertragssteuer (25%) zzgl. des Solidaritätszuschlags an. Wann das passiert, und in welcher Höhe kannst du selbst festlegen. In Summe steht dir während der Anlagezeit ein größerer Teil deines Vermögens zur Verfügung, da du weniger Steuern abführen musst. Erst bei finaler Ausschüttung des Gewinns oder Zahlung eines Gehalts an dich fallen weitere Steuern an.

Privatpersonen sind aus steuerlicher Sicht nicht so privilegiert wie Firmen: Sie erwirtschaften Einkommen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Arbeit, und zahlen darauf Einkommens- oder Lohnsteuer. Vom verbleibenden Geld können Einkünfte aus Kapitalerträgen (z.B. durch Kursgewinne oder Dividenden) erzielt werden. Darauf zahlen sie direkt die Kapitalertragssteuer in Höhe von derzeit 25%, und unter Umständen noch Solidaritätszuschlag. Somit steht weniger Kapital für Neuinvestitionen zur Verfügung, und mehr Steuern werden abgeführt.

Nicht zu vergessen: Eine Verrechnung des Verlusts ist nicht mehr möglich, sodass Verluste aus Finanzgeschäften nicht mit den Gewinnen anderer Transaktionen verrechnet werden können.

Insgesamt spricht für Selbstständige und Unternehmer also viel dafür, ein Firmendepot zu eröffnen.

4.3. Gebühren und Kostenstrukturen

Firmendepots haben häufig ähnliche Gebührenstrukturen als Privatdepots. Trotzdem können Depotführungsgebühren, Ordergebühren und Handelsplatzgebühren bei Firmendepots höher ausfallen als bei Privatdepots, da es deutlich weniger Wettbewerb unter den Brokern gibt. Während Privatpersonen zwischen zahlreichen günstigen Online-brokern und Neo-Brokern wählen können um ihre Kosten zu senken, gibt es nicht viele Broker mit Depots für Unternehmen.

Ein Wermutstropfen bleibt: Firmendepots bieten in der Regel individuelle Konditionen und Zusatzleistungen, die auf die Bedürfnisse des Unternehmens zugeschnitten sind, während Privatdepots meist standardisierte Angebote haben. Gerade Trader kommen so in den Genuss individueller Konditionen, und auch langfristig agierende Unternehmen können sich auf besseren Support verlassen als Privatpersonen.

4.4. Funktionalitäten und Features

Die Grundfunktionen sind identisch, aber Firmendepots verfügen oft über erweiterte Funktionen und Dienstleistungen im Vergleich zu Privatdepots. Zum Beispiel stehen bei einem Business Depot spezielle Beratungsangebote, erweiterte Handelsmöglichkeiten oder Unterstützung bei der Depotverwaltung zur Verfügung.

Die Anforderungen an Compliance und Risikomanagement sind bei Firmendepots in der Regel höher als bei Privatdepots, was sich in der Umsetzung von regulatorischen Auflagen und Kontrollmechanismen widerspiegelt. Die Anbieter haben die entsprechenden Prozesse für alle Rechtsformen vorbereitet und erleichtern, mal mehr und mal weniger, die Erfüllung der entsprechenden Auflagen.

Aktien kaufen als Firma unterscheidet sich vom Wertpapierkauf als Privatperson im Detail
Aktien kaufen als Firma unterscheidet sich vom Wertpapierkauf als Privatperson im Detail

Durch diese Unterschiede entstehen jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile für die Depotinhaber. Während ein Firmendepot möglicherweise steuerliche Vorteile und zusätzliche Dienstleistungen bietet, können die Gebührenstrukturen und regulatorischen Anforderungen höhere Kosten und Aufwand bedeuten. Bei der Entscheidung zwischen einem Firmen- und einem Privatdepot solltest Du daher die spezifischen Bedürfnisse und Anforderungen Deiner Situation abwägen. Für die Berücksichtigung deiner individuellen steuerlichen Situation solltest du mit einem Steuerberater sprechen, diese Einzelfallberatung können und dürfen wir nicht leisten.

5. Firmendepot eröffnen – Der Eröffnungsprozess

Möchtest du endlich mit deiner Firma Aktien kaufen oder in ETFs investieren? Dann befolge die folgenden Schritte um ein Depot für dein Unternehmen zu eröffnen, und es steht diesem Vorhaben nichts mehr im Wege.

5.1. Schritt 1: Brokerwahl

Wie zuvor erwähnt stehen dir für die meisten Rechtsformen nicht viele Broker zur Verfügung. Das Marktumfeld wird auf Preis- und Leistungsseite dominiert von Anbietern, die mit dem amerikanischen Broker „Interactive Brokers“ zusammenarbeiten. Für deutsche Unternehmen empfehlen wir daher CapTrader mit Sitz in Düsseldorf.

Das CapTrader Geschäftsdepot zeichnet sich aus durch einen besonders herausragenden Support, sowie günstigen Konditionen. Die Anzahl der Handelsplätze und handelbaren Produkte ist im Firmendepot Vergleich sehr umfangreich. Zudem ist die Unterstützung beim Eröffnungsprozess überdurchschnittlich gut, wodurch die Eröffnung deutlich erträglicher wird. Weitere Informationen zum CapTrader Firmendepot findest du hier.

Auch Filialbanken bieten in vielen Fällen Depots für Unternehmen an, jedoch empfehlen wir die Nutzung dieses Angebots nicht. Zum Einen sind die meisten Filialen aufgrund der kleinen Zielgruppe nicht erfahren in der Einrichtung eines Depots für Unternehmen, zum Anderen sind die Gebühren in unseren Stichproben nicht wettbewerbsfähig gewesen.

Firmendepots bei Filialbanken häufig teuer

Exemplarisch für viele Filialbanken: Die Postbank verlangt keine Depotführungsgebühren, dafür aber saftige Ordergebühren ab 9,95€: Zum Beispiel belaufen sich die Ordergebühren für ein an einer inländischen Börse gehandeltes Wertpapier mit einem Ordervolumen von bis zu 5.200€ bereits auf 29,95€. Dazu kommen weitere Kosten wie Fremdspesen oder Courtage, sodass die Gesamtkosten noch weiter steigen können. Für an ausländischen Börsen gehandelte Wertpapiere beträgt die Mindestordergebühr 32,95€. Aber das ist anscheinend noch nicht genug.

Zusätzlich kann ein Kommissionsentgelt anfallen, das abhängig von der Fondskategorie und dem Vertriebskanal (Telefon, Filiale, Internet) gestaffelt ist. Zum Beispiel liegt dieses bei einer Internetorder eines Aktienfonds bei zusätzlichen 1,25% des Ordervolumens.

Bei CapTrader hätte die identische inländische Order mit einem Volumen von bis zu 5.200€ nur 0,1% (min. 5,00€) gekostet – also 5,20€ statt 29,95€. Trades an ausländischen Börsen sind ähnlich bepreist, sodass sich an diesem Beispiel bereits der große Preisunterschied klar ablesen lässt. Bei Volksbanken und Sparkassen ist die Gebührenstruktur ähnlich, sodass wir eine Eröffnung bei diesen nicht empfehlen können.

5.2. Schritt 2: Antragsformulare und Unterlagen

Während der Eröffnung muss das Finanzinstitut verschiedene Antragsformulare und Unterlagen anfordern. Den Umfang der Unterlagen gibt dabei nicht der Broker, sondern die europäische Richtlinie EMIR (European Market Infrastructure Regulation) vor.

Folgende Unterlagen solltest du bereithalten:

  • Gründungsurkunde deiner Firma
  • Gesellschafterliste
  • Handelsregisterauszug (nicht älter als 3 Monate – Anleitung)
  • LEI-Nummer (solltest du sie noch nicht besitzen kannst du sie bei CapTrader im Antragsformular mit einem Klick direkt beantragen – Die Kosten in Höhe von 161,00$ für die Beantragung, 91,00$ für die jährliche Fortführung sind Marktüblich)
  • US Steuerformular W8-BEN-E (nicht verwechseln mit W8-BEN) => Das Formular wird aus den Steuerinfos, die im Laufe des Antrags ausgefüllt werden, generiert
Weitere Infos vor der Eröffnung findest du bei CapTrader!

5.3. Schritt 3: Legitimationsprüfung und Identitätsfeststellung

Wie zuvor erklärt ist die Depoteröffnung für ein Unternehmen etwas umständlicher, was an der Trennung von Firma und der natürlichen Person liegt.

Streng genommen eröffnet zum Beispiel der Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ein Depot für GmbH, und muss dafür seine Befugnis nachweisen. Damit er selbst nach Eröffnung Zugang bekommt und im Namen des Unternehmens handeln kann muss er sich selbst eine Vollmacht dazu erteilen. Der Broker ist unter anderem aus Gründen der Geldwäscheprävention dazu verpflichtet die Identität der handelnden Personen, und der so genannten wirtschaftlich berechtigten zu prüfen und zu dokumentieren.

Das bedeutet konkret für dich: Du musst dich als natürliche Person identifizieren, zum Beispiel über das PostIdent- oder ein VideoIdent-Verfahren. Zusätzlich können weitere Prüfungen notwendig sein, wie die Abgabe einer Unterschriftsprobe. Mehrere Formulare sind deshalb notwendig, weil du in der Regel in verschiedenen Rollen in dem Prozess auftauchst (Gesellschafter der Firma, Geschäftsführer, wirtschaftlich Berechtigter, Bevollmächtigter mit Zugang zum Depot etc.).

5.4. Schritt 4: Eröffnung und Nutzung des Depots

Nach Durchlaufen der zuvor Beschriebenen Schritte zur Identitätsfeststellung und Legitimationsprüfung kann es vorkommen, dass je nach Einzelfall der Broker noch weitere Unterlagen benötigt und bei dir anfordert. Das war für meine vermögensverwaltende GmbH der Fall, als ein jüngerer Handelsregisterauszug nachträglich angefordert wurde.

Beispiel zur Eröffnung eines Firmendepots bei CapTrader
Beispiel zur Eröffnung eines Firmendepots bei CapTrader

Danach ist das Depot eröffnet und kann ab sofort genutzt werden. Herzlichen Glückwunsch!

Der erste Schritt nach Eröffnung ist in der Regel die Einzahlung auf das Verrechnungskonto, ohne die man nicht handlungsfähig wäre. Einige Broker haben zu Beginn eine Mindesteinzahlung, die du beachten solltest.

Sobald das geschafft ist steht deinem ersten Trade nichts mehr im Wege. Wir wünschen dir viel Erfolg, und eine allzeit hohe Rendite!

6. Fazit – Firmendepot eröffnen und Aktien mit der Firma kaufen

Die Eröffnung eines Depots für Unternehmen ist nicht nur für eine Trading GmbH ein sinnvoller Schritt. Auch andere Unternehmen können davon profitieren, egal ob vermögensverwaltende GmbH oder operatives Unternehmen.

Die Auswahl eines Brokers wird hauptsächlich durch die eigenen Bedürfnisse, aber auch durch die gewünschte Kostenstruktur geprägt. Da es nur wenige Anbieter für Firmendepots gibt ist die Recherche recht schnell abgeschlossen. Uns hat das deutsche Unternehmen CapTrader durch faire Preisstruktur und überragenden Support überzeugt. Außerdem ist der Eröffnungsprozess sehr kundenfreundlich gestaltet und erleichtert die Eröffnung des Depots massiv.

Die eigene Anlagestrategie muss jeder selbst für sich und sein Unternehmen finden – der Grundstein zur Ausführung ist nach Eröffnung deines Firmendepots aber gelegt.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Was ist ein Firmendepot?

Ein Firmendepot ist ein Wertpapierdepot für Unternehmen, das es ihnen ermöglicht, ihr Betriebsvermögen zu nutzen und zu vermehren. Im Wesentlichen ähneln sich die Funktionen eines Privatkundendepots und eines Firmendepots, wobei das Firmendepot von einer juristischen Person und nicht von einer natürlichen Person geführt wird.

Welches Depot für Trading GmbH?

Unserer Meinung nach ist das Firmendepot von CapTrader ideal für Trading GmbHs und Trading UGs geeignet. Neben dem breiten Produktspektrum schätzen Trader die niedrigen Gebühren und Transaktionskosten sowie die gute Ausführungsgeschwindigkeit.

Welches Depot für GmbH?

Unserer Meinung nach ist das Firmendepot von CapTrader ideal für GmbHs und UGs geeignet. Neben dem breiten Produktspektrum schätzen sowohl Trader als auch langfristig orientierte Anleger die niedrigen Gebühren und Transaktionskosten sowie den guten Support.

Warum sollte ein Unternehmen ein Firmendepot nutzen?

Die Gründe, ein Firmendepot zu nutzen, sind vielfältig. Unternehmen können damit ihre überschüssigen Gelder investieren, um Renditen zu erzielen, ihr Kapital zu diversifizieren und potenziell von Kursgewinnen zu profitieren.

Was ist der Unterschied zwischen einem Firmendepot von einem privaten Depot?

Ein Firmendepot und ein privates Depot unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Zweckbestimmung und den steuerlichen Aspekten.

Während ein Firmendepot dem Unternehmen dient, um geschäftliche Finanzaktivitäten zu unterstützen, wird ein privates Depot von Einzelpersonen für persönliche finanzielle Ziele genutzt. Steuerlich gelten oft unterschiedliche Regelungen für Firmendepots und private Depots.

Welche Arten von Wertpapieren können in einem Firmendepot gehandelt werden?

Ein Firmendepot kann verschiedene Arten von Wertpapieren enthalten, darunter:

Aktien: Anteile an Unternehmen
Anleihen: Schuldtitel von Regierungen oder Unternehmen
Investmentfonds: Diversifizierte Portfolios, die von Fondsgesellschaften verwaltet werden können
Exchange-Traded Funds (ETFs): Investmentfonds, die an Börsen gehandelt werden
Zertifikate: Finanzinstrumente, die den Wert eines Basiswerts widerspiegeln

Warum benötigt ein Unternehmen eine LEI-Nummer für sein Firmendepot?

LEI steht für Legal Entity Identifier (Rechtspersönlichkeitskennung). Eine LEI-Nummer ist ein eindeutiger Code, der aus 20 Zeichen besteht und einer juristischen Person, wie einem Unternehmen oder einer Organisation, zugeordnet ist. Sie dient dazu, die eindeutige Identifizierung von Unternehmen auf den Finanzmärkten zu ermöglichen.

Die LEI-Nummer ist eine Voraussetzung für den Handel und den Abschluss bestimmter Finanztransaktionen. Es soll Transparenz und die Identifizierung von Unternehmen in der globalen Finanzlandschaft erleichtern, um Risiken zu minimieren und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Die Beantragung einer LEI-Nummer erfolgt über einen offiziellen LEI-Vergabeagentur, die von der Global Legal Entity Identifier Foundation (GLEIF) zugelassen ist. Das Unternehmen muss seine Identität, seine Rechtsform und seinen Standort angeben. Nach erfolgreicher Prüfung wird dem Unternehmen die LEI-Nummer zugeteilt.

Wozu dient das W8-BEN-E Formular im Zusammenhang mit Firmendepots?

Das W8-BEN-E Formular ist ein Steuerformular, das von ausländischen Unternehmen ausgefüllt werden muss, um ihren steuerlichen Status gegenüber den Vereinigten Staaten zu bestätigen.

Das W8-BEN-E Formular ist relevant für ausländische Unternehmen, die in den USA in Wertpapiere investieren oder Geschäfte tätigen. Wenn ein ausländisches Unternehmen ein Firmendepot in den USA hat und Dividenden oder Kapitalgewinne aus US-Wertpapieren erhalten möchte, muss es das W8-BEN-E Formular einreichen, um sicherzustellen, dass die korrekten Steuersätze angewendet werden.