Purple Cow – Seth Godin

Du brauchst keine revolutionäre und Welt verändernde Idee, um ein profitables Business aufzubauen. Was du aber in dieser Welt, die überflutet ist von Ideen (besonders Geschäftsideen), brauchst, ist das, was Seth Godin eine „purple cow“ nennt.

Was hat es mit Seth Godins „purple cow“ auf sich ?“

Solange du nicht vor hast iPhone-Handyhüllen zu verkaufen oder die 5749. Instagram-Zitateseite zu betreiben, die sich nicht von den existierenden auf dem Markt unterscheiden, muss deine Idee keine Revolution in deiner Nische sein, um erfolgreich und profitabel zu sein.

Trotzdem ersparst du dir einiges an Arbeit, Schweiß und Gewinnmarge, wenn du dich differenzierst.

Auffällig und anders zu sein ist für Unternehmen laut Seth Godin beinahe essentiell, wenn man dafür sorgen will, dass deine Marke oder dein Unternehmen Bekanntheit in deiner Nische erlangt.

Seth Godin nennt das Beispiel der lila Kuh. Niemanden, der an einer Wiese mit schwarz- weiß gefleckten Kühen vorbeifährt, dreht wahrscheinlich den Kopf nach diesen um. Es sind schließlich nur Kühe. Normal und Gewöhnlich. Stell dir jedoch einmal vor, dass du mit einer Horde Kinder im Auto an einer Wiese vorbeifährst, auf der inmitten der schwarz-weißen Kühe eine lila Kuh steht. Du kannst dir vorstellen, wie groß das Geschrei ist.

 

Aber nicht nur auf Kinder triffst das Ganze zu, sondern auch Erwachsene sind evolutionär darauf ausgelegt eher den Fokus auf das Besondere in der Umwelt zu legen. Milka hat das verstanden und die lila Kuh prompt zum Maskottchen gemacht.

Es spielt leider oft keine Rolle, wie gut dein Service, Produkt oder Dienstleistung ist, wenn viele andere Konkurrenten sehr ähnliche Produkte haben und die Produkte in der Nische allgemein vergleichbar scheinen. Aufmerksamkeit ist die Währung des Internets.

Deswegen ist Seth Godins „purple cow“ etwas, das man wiedererkennt und worüber man spricht. Außergewöhnlich. Neu. Interessant. Anders.

Die „purple cow“ als Ende des Massenmarktes

Seth Godin geht sogar soweit zu sagen, dass wir an dem Punkt angekommen sind, an dem es nicht mehr so leicht ist direkt an die Massen zu verkaufen, wenn nicht ein riesiges Werbebudget vorhanden ist. Die meisten Produkte und Dienstleitungen bleiben aufgrund des Lärms und der Informationsflut der sozialen Netzwerke unsichtbar.

Die „purple cow“ ist deshalb intelligenter und zweifelsohne kostengünstiger als eine Werbung beim Super Bowl, weil über die „purple cow“ von Person zu Person gesprochen wird und die Kunden und Interessenten anzieht, die man haben möchte, targetierter ist und nicht so hohe Streuverluste hat.

In der heutigen Zeit ist langweilig und durchschnittlich die riskanteste Strategie überhaupt. Die „purple cow“ kann eine Lösung sein. Wird jede „purple cow“ vom Markt angenommen? Nein! Doch ich weiß, welche Ideen sich nie durchsetzen werden: Diejenigen, die nicht getestet und umgesetzt werden!

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Marketing-interessierten – egal ob Neueinsteiger oder erfahrener Marketer:

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