020 Wie du die 5 größten und gravierendsten Fehler beim Netzwerken vermeidest

„Your network is your networth.“ – Diesen Spruch über das Netzwerken hast du bestimmt auch schon einmal gehört. Und meiner Meinung nach steckt da ein Funken Wahrheit drin. Ein riesiger Vorteil an einem guten Netzwerk ist, dass es viele Türen öffnet, die sonst verschlossen geblieben wären. Zudem kannst du durch gezielte Hilfe die Engpässe in deinem Unternehmen auflösen.

Die Vorteile sind nicht zu leugnen. Doch in den letzten Wochen hatte ich die Möglichkeit viel innerhalb Deutschlands zu reisen und auf mehreren Events zu sein. In diesen Wochen haben sich einige Todsünden des Netzwerkens herauskristallisiert, die dir im Weg stehen können, um ein stabiles und großes Netzwerk aufzubauen.

Ob die Liste komplett ist, wage ich zu bezweifeln, aber vielleicht helfen dir meine 5 Grundregeln des Netzwerkens die größten Fehler zu vermeiden. Manchmal bekommst du nur eine Chance mit den Menschen in den Kontakt zu treten. Da kann es nicht schaden vorbereitet zu sein. Aber genug der Einleitung. Ich will dir gar nicht deine wertvolle Zeit stehlen. Hier meine Top 5 der häufigsten & gravierendsten Fehler beim Netzwerken:

#1: Netzwerken mit den falschen Personen

Mit diesem Ratschlag meine ich nicht nur, dass es gewisse Personen gibt, die nicht unbedingt dein Bestes im Sinne haben, sondern es gibt noch eine zweite Deutungsebene. Manchmal bringt das Netzwerken für beide Parteien keinen Mehrwert. Wenn sich beispielsweise zwei Instagram-Networkmarketer auf einer Veranstaltung connecten, hat es für beide Seiten wenig Vorteile, weil sie die exakt gleiche Zielgruppe haben.

Sie würden sich sogar gegenseitig die potentiellen Interessenten streitig machen. Glaubst du, dass sie sich untereinander die besten Tricks und Tipps verraten würden oder freiwillig auf einen Abzuwerbenden verzichten würden, um ihn dem neu gewonnenen Kontakt zu empfehlen? Wohl kaum!

Meiner Erfahrung nach haben sich besten Kooperationen immer daraus ergeben, dass die gleiche Zielgruppe targetiert wurde, aber anderes Produkt dahinter stand. Um jetzt einmal ein Beispiel wie meine Functional Fitness-Marke AMRAP zu nennen: Eine geeigneter Kooperationspartner wäre beispielsweise ein Nahrungsmittelhersteller, der sich auf Paleoernährung spezialisiert hat. In diesem Beispiel herrscht eine gute Synergie und eine ähnliche Zielgruppe wird angesprochen, während das Produkt ein anderes ist.

#2: Starker Fokus auf sich selbst

Ich habe noch nie etwas gelernt, wenn ich selbst geredet habe -Larry King

Sind wir doch einmal ehrlich: Eine Person, die permanent nur von sich selbst redet und sich profiliert ist meistens ziemlich unsympathisch. Wenn eine andere Person sich ins Zentrum des Unterhaltung stellt und sich uninteressiert zeigt, verlieren wir neben der Sympathie auch schnell das Interesse an dieser Person.

In den beiden Klassikern der Persönlichkeitsentwicklung „Wie man Freunde gewinnt “ und „Die 7 Wege zur Effektivität: Prinzipien für persönlichen und beruflichen Erfolg “ ist eines der fundamentalsten Prinzipien: „Versuche zuerst zu verstehen bevor du verstanden wirst.“ Die Quintessenz bleibt die gleiche: Versuche nicht deine eigene Person zum Gesprächsthema Nummer eins zu machen.

Was bedeutet das konkret in Ratschlägen ausgedrückt: Lass deinem Gesprächspartner beim Netzwerken mehr Redeanteil ([70:30]), merke dir Details für erneute Gespräche und vor allem vergiss nicht seinen Namen. Wir Menschen lieben es meist bei unserem eigenen Namen genannt zu werden und erkennen dadurch, dass unser Gesprächspartner aufrichtiges Interesse zeigt.

Wenn sich die Situation ergibt und die Chemie stimmt, kann es auch Sinn machen deinem Gesprächspartner Mehrwert zu bieten, indem du ihm beispielsweise eine andere Person vorstellst, die für ihn im Businesskontext relevant wäre.

#3: Beschwerden und negative Gemeinsamkeiten

Die meisten Menschen reagieren sehr allergisch auf ständige Beschwerden, Nörgeln und Negativität. Wenn du eine freundschaftliche Grundlage aufbauen möchtest, ist es nicht unbedingt von Vorteil, wenn dich dein Gesprächspartner mit negativen Emotionen assoziiert oder als denjenigen in Erinnerung hält, der sich direkt beim Gesprächseinstieg über das Essen, das Wetter oder die anderen Personen im Raum beschwert hat.

Anstatt nach negativen Gemeinsamkeiten zu suchen, habe ich die Erfahrung gemacht, dass (positive) Gemeinsamkeiten wie ein Hobby oder andere Interessen sich hervorragend eignet um eine Verbindung aufzubauen. Sind wir doch einmal ehrlich: Meistens mögen wir Menschen, die uns ähnlich sind.

#4: Menschen korrigieren

Die unterbewusste und wahrgenommene Botschaft, die hinter der Korrektur eines Faktes oder der Grammatik steht, ist meist: „Ich bin schlauer als du und du liegst falsch.“ Klingt hart und ist oft nicht so gemeint, aber so wird eine Korrektur oft empfunden.

Um den Gesprächspartner nicht anzugreifen, kann es von enormen Vorteil sein, deinen Zweifel an dem Wahrheitsgehalt oder der Richtigkeit einer Aussage durch abgeschwächte Äußerungen zu entkräftigen. Meine bevorzugten Formulierungen sind beispielsweise:

  • So habe ich noch nie darüber nachgedacht…
  • Ich bin davon ausgegangen, dass…
  • Da muss ich erst einmal drüber nachdenken, bevor ich zustimme…

#5: Zu häufig und ohne Folgen

Eins der größten Misskonzepte in Bezug aufs Netzwerken ist beispielsweise, dass es daraus besteht möglichst viele Visitenkarten loszuwerden. Doch Netzwerken ist kein Speeddating. Unser Ziel dahinter ist es wertvolle Beziehungen aufzubauen. Das Übergeben einer Visitenkarte kann nicht als Ersatz dafür eine wertvolle Konversation von Mensch zu Mensch gelten. Wie Gary Vaynerchuk so schön sagt: Depth over with.

Der letzte Fehler, den ich leider immer wieder sehe, ist der, vor dem ich dich hier immer zu warnen versuche. Einige Netzwerker sind Konzeptriesen, aber Umsetzungszwerge. Sie besuchen jedes Jahr 37 Events, aber haben sich selbst in dieser Zeit keine neue Fähigkeit angeeignet und kein Projekt in die Tat umgesetzt.

Da ist die größte Falle überhaupt: das Nichtstun. Deswegen stehen wir hier beim Unternehmerkanal für das Motto: Nur Umsetzung bringt Umsatz !

Wie gesagt: Diese Liste erhebt kein Anspruch auf Vollständigkeit. Hast du noch zusätzliche Tipps oder typische Fehler zum Netzwerken, die du beobachten konntest? Teile sie doch gerne mit uns in den Kommentaren !

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